Solidarität: Der beste Antifaschismus

nd – Journalismus von linksDie Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lassen eine Reihe von Fragen noch dringlicher werden: Was haben sie mit Veränderungen der Arbeitswelt zu tun? Welche Rolle spielt der Umstand, dass seit Jahrzehnten keine Politik für arbeitende Menschen mehr betrieben wird, für den aktuellen Rechtsruck? Und vor allem: Wie muss eine solidarische Politik aussehen, die dem entgegentritt? Darum geht es in meiner  aktuellen Kolumne im »Neuen Deutschland«: »Kampf um die Köpfe: Solidarität ist der beste Antifaschismus«.

Auch in einem längeren Artikel bei »Jacobin« plädiere ich darauf, endlich den Kampf um die Köpfe aufzunehmen: »Gewerkschaften sind die Antifa der Arbeitswelt«. Es gibt zu denken, dass so viele Gewerkschaftsmitglieder AfD wählen – aber zugleich heißt das: Menschen, die für etablierte Parteien nicht mehr erreichbar sind, zahlen jeden Monat einen Gewerkschaftsbeitrag, um sich als Lohnabhängige für ihre Interessen zu organisieren. Darauf kann man aufbauen.

JacobinEine gute Gelegenheit dafür sind die bundesweiten DGB-Demonstrationen am Samstag, den 26. September 2026: »Hart verdient. Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente«. Hingehen – und möglichst viele mitnehmen!

Das befremdliche Überleben der Klassengesellschaft

»Kunst der Freiheit«, so heißt der Podcast von Benjamin-Immanuel Hoff, der nach langer Tätigkeit als Chef der Staatskanzlei und Minister in Thüringen seit dem letzten Jahr als Ressortleiter für Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik im Vorstand der IG Metall arbeitet. Herzlichen Dank für das gute Gespräch über die Frage, warum Klassenfragen mit so großer Wucht in das Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen zurückkehren, wie sie etwa in der Arbeitswelt konkret zum Ausdruck kommen und welchen politischen Umgang man damit finden sollte. Nachzuhören ist es auf allen gängigen Plattformen oder auch hier.