Willkommen

Herzlich willkommen auf meiner persönlichen Homepage! Diese Seiten bieten einen Überblick über Veröffentlichungen und Vorträge, in denen ich mich aus verschiedenen Perspektiven mit Veränderungen der Arbeitswelt auseinandersetze. Teilweise tue ich das im wissenschaftlichen Raum als Professorin für die Soziologie von Arbeit, Unternehmen und Wirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen – teilweise im politischen, gewerkschaftlichen und betrieblichen Kontext. Auch meine Kommentare in Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen oder im Rahmen von Podcasts sind hier zu finden. Was all diese Beiträge verbindet: Immer geht es mir darum, zentrale Entwicklungen im Bereich der Arbeit zu analysieren, die das Leben von Beschäftigten so nachhaltig prägen, und dabei nach Eingriffsmöglichkeiten zu suchen, um Arbeit menschenwürdiger und um Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft demokratischer zu machen. Viel Spaß beim Stöbern!

Das Foto zeigt ein Portrait von Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja.

Jacobin Talks: Gespräch mit Matthias Ubl

JacobinVor ein paar Jahren war ich schon einmal bei Jacobin Talks zu Gast, um über das Buch »Verkannte Leistungsträger*innen« zu sprechen, das ich 2021 zusammen mit Oliver Nachtwey herausgegeben habe. Nun war es wieder soweit. Fast eine Stunde lang habe ich mit Matthias Ubl über »Klassengesellschaft akut« und darüber diskutiert, wie unter heutigen Bedingungen denn eigentlich so etwas wie Klassenbewusstsein entstehen kann. Wer Lust hat, sich das anzuhören, findet den Beitrag zum Beispiel bei YouTube, und zwar hier.

Erziehung und Wissenschaft:
Bericht über Buchvorstellung

Bei meinem Besuch beim Landesausschuss »Courage gegen rechts« der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen am 14. November 2025 hat die Vorstellung meines Buches eine sehr lebhafte Diskussion ausgelöst, zumal auch Kolleginnen und Kolleginnen aus anderen Teilen der Arbeitswelt und anderen Gewerkschaften mit dabei waren. Burkhard Jäger hat nun einen sehr lesenswerten Artikel zu der Veranstaltung geschrieben, der gerade in der Ausgabe 1/2026 der Zeitung »Erziehung und Wissenschaft« erschienen ist. Ganz herzlichen Dank an Burkhard – und viel Spaß beim Lesen!

ND-Kolumne und Veranstaltung in Göttingen:
Wem gehört die Zeit?

Neues DeutschlandMeine Februar-Kolumne widmet sich dem Thema Arbeitszeit, denn die Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag nehmen Fahrt auf, die altväterlichen Ermahnungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, »wir« müssten die Ärmel hochkrempeln und endlich wieder länger und effizienter arbeiten, lassen nicht mach, und die Forderung des CDU-Wirtschaftsrates nach einer Abkehr von »Lifestyle-Teilzeit« hat selbst in konservativen Kreisen Empörung ausgelöst. Es ist damit zu rechnen, dass der Kampf um Zeit sich weiter zuspitzen wird, denn immerhin geht es hier ums Ganze: Arbeitszeit ist das wichtigste Maß für die »Freiheit von Lohnarbeit«. Die Kolumne findet sich hier.

DGBWer im Göttinger Raum lebt, kann am Donnerstag, den 12. Februar 2026 ab 18.30 Uhr bei der DGB-Podiumsdiskussion »Mit Macht für die Acht« in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz mit Politik, Unternehmensseite und mir darüber sprechen, wie es mit dem Acht-Stunden-Tag weitergehen soll. Infos und Anmeldung finden sich zum Beispiel hier.

Diese Woche: Diskussion mit Streikenden

Aktuell laufen die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder. Nachdem letzten Mittwoch an der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen sehr erfolgreich gestreikt worden ist, geht es Montag bis Mittwoch bei der Medizinischen Hochschule Hannover weiter. Am Montag Morgen, 9 Uhr, werde ich im Streiklokal mein Buch »Klassengesellschaft akut« vorstellen und bin schon sehr gespannt darauf, mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen darüber zu diskutieren!

Am Freitag bin ich dann bei der Streikuni der Universitätsmedizin Göttingen in der Musa im Einsatz, wo ich mit Beschäftigten über ihre Arbeitserfahrungen und den Arbeitskampf sprechen werde. Los geht es ebenfalls um 9 Uhr.

Es ist eine Freude und (auch wenn es etwas abgedroschen klingen sollte) tatsächlich eine Ehre, als Arbeitssoziologin bei solchen Aktionen dabei zu sein!

Lutz Raphael zur Wühlarbeit des Marxschen Maulwurfs

Der Zeithistoriker Lutz Raphael hat in »Soziopolis« eine kritische Würdigung meines Buches veröffentlicht, über die ich mich aus verschiedenen Gründen freue. Zunächst einmal schätze ich die Arbeit von Lutz Raphael sehr, arbeite gern und oft mit seinen Texten und profitiere als Arbeitssoziologin, die aus der Geschichtswissenschaft kommt, direkt davon, dass er mit seinen Studien zu Arbeit »nach dem Boom« maßgeblich zur Annäherung von Zeitgeschichte und Soziologie beigetragen hat. Darüber hinaus freue ich mich darüber, dass in dieser Rezension nicht nur die Argumentation und Intention des Buches so treffsicher umrissen werden, sondern mir auch insgesamt Erfolge bei der »Wühlarbeit des Marxschen Maulwurfs unter der Oberfläche der deutschen Arbeitswelten« bescheinigt werden. Zu guter Letzt steigern die kritischen Anmerkungen (etwa zu den Potenzialen von Sozialstrukturanalyse, vor allem aber zu meinem »im Kern defensiven Programm sozialdemokratischer Klassenpolitik«) meine Vorfreude darauf, am 17. März 2026 im Karl-Marx-Haus in Trier endlich mal wieder persönlich mit Lutz Raphael zu diskutieren. Mit dem Kollegen lässt sich nämlich auch wunderbar streiten! Die Rezension findet sich hier.

Neue Buchbesprechungen:
Leipziger Zeitung und Standard

Das große Interesse an meinem Buch wirkt fort. In der »Leipziger Zeitung« ist eine sehr ausführliche Besprechung von Ralf Julke erschienen: »Warum der Neoliberalismus unsere Arbeitswelt zerstört hat und inzwischen die Demokratie bedroht«. Hier wird der Bogen gerade auch zur ostdeutschen Situation geschlagen – ganz herzlichen Dank dafür!


Der StandardIn der österreichischen Zeitung »Der Standard«, einem einflussreichen Publikationsorgan des konservativen Spektrums, hat Alexander Kluy das Buch unter der Überschrift »K wie Krise. Komplex und kritisch: Neue Bücher, von Kapitalismus bis Klassenkampf« in einer Sammelrezension diskutiert. Zu finden ist sie hier.

 

Rezension in der Jungen Welt

Peter Kremer hat eine lesenswerte Rezension zu »Klassengesellschaft akut« in der »Jungen Welt« veröffentlicht. Unter der Überschrift »Klasse und Konkurrenz« fasst er die Argumentation wunderbar zusammen und kommentiert sie erwartungsgemäß kritisch. Ich habe mich gefreut, dass mein Buch auch in dieser Zeitung so interessiert zur Kenntnis genommen wird. Zu finden ist der Beitrag hier.

DLF Kultur: Interview mit Anja Reinhardt

Deutschlandfunk KulturIn diesem schönen Interview ging es unter anderem um die Frage, warum Klassenfragen auch in Bezug auf Arbeit in der Kulturindustrie eine wichtige Rolle spielen, warum auch kreative Arbeit oft Lohnarbeit ist und mit Fremdbestimmung einhergeht. Nachzuhören ist das Gespräch hier.

Interview in der Jungle World

»Die Bedingungen für Solidarisierung sind nicht günstig«. So fasst Christopher Wimmer unser langes und interessantes Gespräch über Dynamiken der Klassengesellschaft in der Zeitung »Jungle World« zusammen. Es ging um die Frage, warum Klasse auch heute noch wichtig ist, wie eine solidarische Politik der Arbeit aussehen könnte, wenn doch in den Köpfen der Arbeitenden auch fremden- oder frauenfeindliche Haltungen zu finden sind, und welche Rolle Arbeitszeitpolitik spielen kann. Nachzulesen ist es hier.

Interview im Philosophie Magazin

In der Ausgabe 2/2026 des Philosophie Magazins ist die Dokumentation eines wirklich interessanten Gesprächs erschienen, zu dem mich Theresa Schouwink eingeladen hatte. In dem Dossier »Wem gehört meine Zeit« ist nachzulesen, warum ich davon ausgehe, dass wir nach wie vor in einer Klassengesellschaft leben – und warum es sich lohnt, dafür zu kämpfen, dass »kurze Vollzeit« in Zukunft die neue »Normalarbeitszeit« wird. Der Text findet sich hier.