Willkommen

Herzlich willkommen auf meiner persönlichen Homepage! Diese Seiten bieten einen Überblick über Veröffentlichungen und Vorträge, in denen ich mich aus verschiedenen Perspektiven mit Veränderungen der Arbeitswelt auseinandersetze. Teilweise tue ich das im wissenschaftlichen Raum als Professorin für die Soziologie von Arbeit, Unternehmen und Wirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen – teilweise im politischen, gewerkschaftlichen und betrieblichen Kontext. Auch meine Kommentare in Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen oder im Rahmen von Podcasts sind hier zu finden. Was all diese Beiträge verbindet: Immer geht es mir darum, zentrale Entwicklungen im Bereich der Arbeit zu analysieren, die das Leben von Beschäftigten so nachhaltig prägen, und dabei nach Eingriffsmöglichkeiten zu suchen, um Arbeit menschenwürdiger und um Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft demokratischer zu machen. Viel Spaß beim Stöbern!

Das Foto zeigt ein Portrait von Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja.

Deutschlandfunk: Alltag von Konkurrenz geprägt

DeutschlandfunkMit Manfred Götzke habe ich darüber gesprochen, warum die beliebte Forderung nach »gesellschaftlichem Zusammenhalt«, die etwa Bundeskanzler Friedrich Merz gleich mehrfach in seiner Neujahrsansprache bemüht hat, an den Alltagserfahrungen von arbeitenden Menschen vorbeigeht, die vor allem stetig steigenden Leistungsdruck und die Verschärfung von Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und im Betrieb erleben. Am Ostermontag wurde das Gespräch unter dem Titel »Gesellschaft und Gleichheit: Ende vom Aufstiegsversprechen« im Deutschlandfunk übertragen (zu finden ist es hier); einen Tag später folgte diese Mitteilung auf der Nachrichtenseite.

DIDF: Podium und Interview

Am Freitag, den 13. März 2026, war ich zu Gast bei DIDF, der Föderation demokratischer Arbeitervereine, und habe am Vorabend des diesjährigen Bundeskongresses zusammen mit Alev Bahadir (DIDF), Jan Dieren (MdB SPD) und Rebecca Liebig (ver.di) an einer Podiumsdiskussion teilgenommen, die von Yusuf As moderiert wurde und bei der es vor allem darum ging, aktuelle politische Entwicklungen (wie den derzeit an Fahrt aufnehmenden Sozialabbau, Militarisierung und den Aufschwung rechter Kräfte) gerade auch mit Blick auf ihre Auswirkungen auf Menschen mit Migrationsgeschichte zu diskutieren. Es war ein hochinteressanter Abend in Köln – in den vielen Gesprächen habe ich eine Menge Anregungen mitgenommen. In diesem Kontext ist das Interview entstanden, das nun bei Yeni Hayat (Neues Leben) erscheinen ist. Es findet sich hier.

Der Tag: Geht noch was, SPD?

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat die SPD sehr schlecht abgeschnitten – im ersten Fall kam sie in bedenkliche Nähe zur Fünf-Prozent-Hürde, im zweiten verlor sie nach 35 Jahren das Ministerpräsidentenamt. Nun entwickelt sich eine in Teilen irre Diskussion: Die SPD müsse endlich ernsthaft die geplanten »Sozialreformen« anpacken und dürfe nicht länger als Vertretung derer gelten, die Sozialleistungen beziehen ... Wer wäre seit den Hartz-Reformen je auf die Idee gekommen, dass sie letzteres sein könnte – und könnten die Beiträge dieser Partei zum Abbau der Absicherung von Lohnarbeit etwas mit ihrem Niedergang zu tun haben?! Gestern Abend habe ich mit Isabel Reifenrath darüber gesprochen, ob die SPD eigentlich (noch) die Interessen arbeitender Menschen vertritt. Gesendet wurde die Dokumentation, in der verschiedene Perspektiven zu Wort kommen, in der Sendung »Der Tag« am 23. März bei HR Info, HR 2 und SWR. Nachzuhören ist sie hier.

Kommentar zu den Betriebsratswahlen bei Volkswagen

NDRZur Zeit laufen die Betriebsratswahlen, unter anderem auch bei den Werken von Volkswagen. In Braunschweig (oder genauer: in Isenbüttel) tritt auch das AfD-nahe »Zentrum« an, das sich gerne als Gewerkschaft bezeichnet – allerdings nur mit zwei Personen auf der Liste. Für die Sendung »Hallo Niedersachsen« habe ich mit dem NDR darüber gesprochen, was das für ein Verein ist und warum es derzeit nicht danach aussieht, als ob ein »rechter Durchmarsch« zu erwarten wäre. Zu finden ist der kurze Beitrag hier.

ND-Kolumne: Ungerechtigkeit in Deutschland

Neues DeutschlandMeine neue Kolumne im »Neuen Deutschland« trägt den Titel: »Ungerechtigkeit in Deutschland – Raum für solidarische Politik«. Ich weise darin zum Beispiel auf die bemerkenswerte Tatsache hin, dass weder die monatelange Hetze gegen Bezieher und Bedienerinnen von Bürgergeld noch die regierungsamtlichen Gewaltphantasien in Bezug auf Migration sich nennenswert in den neuesten Befundes des Deutschland-Trends niederschlagen. Über 60 Prozent der Befragten meinen, in Deutschland gehe es eher ungerecht zu, und die mit Abstand meistgenannte Ungerechtigkeit ist die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Wer das nachlesen will, findet die Kolumne hier.

Mitschnitt der Diskussion im Club Voltaire

Club Voltaire FrankfurtAm 26. Februar habe ich im Club Voltaire in Frankfurt am Main mit Michael Erhardt, dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Frankfurt, über mein Buch gesprochen. Es war ein sehr gutes Gespräch, gefolgt von einer lebhaften Diskussion in dem bis auf den letzten Platz besetzten Veranstaltungssaal. Einen Mitschnitt kann man sich hier anschauen.

Eingeleitet wurde der Abend mit einer kurzen Info von Lothar Reininger über den Stand der Versuche, den traditionsreichen Club Voltaire zu retten - obwohl das Haus, in dem er sich seit Jahrzehnten befindet, verkauft werden soll. Derzeit wird Geld gesammelt, um es notfalls selbst zu erwerben. Wer helfen kann, sollte es tun! Infos gibt es hier.

Rezension bei Lunapark 21

Schon vor drei Wochen ist bei Lunapark 21 eine sehr lesenswerte Rezension zu »Klassengesellschaft akut« erschienen, die ich leider erst jetzt gefunden habe: »Verbindende und trennende Interessen: Zur Stellung von Werktätigen in einer dynamischen Wirtschaft«. André Geicke gibt darin einen ganz ungewöhnlich tiefen Einblick in die Argumentation des Buches und macht auch deutlich, an welchen Punkten aktuelle Diskussionen und Auseinandersetzungen anknüpfen können. Das hätte ich selbst kaum besser hinbekommen. Vielen Dank an den Autor - und viel Spaß beim Lesen!

Jacobin Talks: Gespräch mit Matthias Ubl

JacobinVor ein paar Jahren war ich schon einmal bei Jacobin Talks zu Gast, um über das Buch »Verkannte Leistungsträger*innen« zu sprechen, das ich 2021 zusammen mit Oliver Nachtwey herausgegeben habe. Nun war es wieder soweit. Fast eine Stunde lang habe ich mit Matthias Ubl über »Klassengesellschaft akut« und darüber diskutiert, wie unter heutigen Bedingungen denn eigentlich so etwas wie Klassenbewusstsein entstehen kann. Wer Lust hat, sich das anzuhören, findet den Beitrag zum Beispiel bei YouTube, und zwar hier.

Erziehung und Wissenschaft:
Bericht über Buchvorstellung

Bei meinem Besuch beim Landesausschuss »Courage gegen rechts« der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen am 14. November 2025 hat die Vorstellung meines Buches eine sehr lebhafte Diskussion ausgelöst, zumal auch Kolleginnen und Kolleginnen aus anderen Teilen der Arbeitswelt und anderen Gewerkschaften mit dabei waren. Burkhard Jäger hat nun einen sehr lesenswerten Artikel zu der Veranstaltung geschrieben, der gerade in der Ausgabe 1/2026 der Zeitung »Erziehung und Wissenschaft« erschienen ist. Ganz herzlichen Dank an Burkhard – und viel Spaß beim Lesen!

ND-Kolumne und Veranstaltung in Göttingen:
Wem gehört die Zeit?

Neues DeutschlandMeine Februar-Kolumne widmet sich dem Thema Arbeitszeit, denn die Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag nehmen Fahrt auf, die altväterlichen Ermahnungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, »wir« müssten die Ärmel hochkrempeln und endlich wieder länger und effizienter arbeiten, lassen nicht mach, und die Forderung des CDU-Wirtschaftsrates nach einer Abkehr von »Lifestyle-Teilzeit« hat selbst in konservativen Kreisen Empörung ausgelöst. Es ist damit zu rechnen, dass der Kampf um Zeit sich weiter zuspitzen wird, denn immerhin geht es hier ums Ganze: Arbeitszeit ist das wichtigste Maß für die »Freiheit von Lohnarbeit«. Die Kolumne findet sich hier.

DGBWer im Göttinger Raum lebt, kann am Donnerstag, den 12. Februar 2026 ab 18.30 Uhr bei der DGB-Podiumsdiskussion »Mit Macht für die Acht« in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz mit Politik, Unternehmensseite und mir darüber sprechen, wie es mit dem Acht-Stunden-Tag weitergehen soll. Infos und Anmeldung finden sich zum Beispiel hier.