Neue Rezensionen zum Buch

Es freut mich sehr, dass das Interesse an »Klassengesellschaft akut« weiterhin nicht abreißt! In den letzten Wochen sind gleich drei neue Rezensionen erscheinen. In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« erschien am 31. März eine Rezension von Lukas Fuhr unter dem Titel »Wo ist die selbstbewusste Arbeiterklasse? Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja erklärt, warum Beschäftigte sich nicht miteinander solidarisieren«. Das ist zwar nur ein Teil meines Arguments (der andere bezieht sich darauf, warum und wie das doch gelingen kann) – aber immerhin! Leider ist der kurze Text hinter einer Bezahlschranke verborgen – und zwar hier.

In der Zeitschrift »Sozialismus« (Ausgabe 3/2026) hat Hasko Hüning eine schöne Rezension geschrieben (»Emanzipative Erneuerung der Lohnarbeit. Anforderungen an den gesellschaftlichen Transformationsprozess«; leider nicht online verfügbar).

In den »Marxistischen Blättern« (Ausgabe 2/2026) findet sich schließlich die außerordentlich gründliche Auseinandersetzung von Holger Wendt mit meinem Buch, das er als »empirisch gesättigte Lagebeschreibung« bezeichnet. Wer meine Kernargumentation präzise auf den Punkt gebracht nachlesen möchte, ist hier richtig! Diesen Text hat mir die Redaktion dankenswerterweise zur Verfügung gestellt: Hier ist er.

 

ND-Kolumne: Der lange Abstieg der SPD

Neues DeutschlandIn meiner Kolumne für das »Neue Deutschland« beschäftige ich mich diesmal anlässlich der jüngsten Wahlniederlagen der SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit der breit diskutierten Frage, worauf diese zurückzuführen sind. Ist die SPD tatsächlich zur Interessenvertretung derer geworden, die »Transferzahlungen« (konkret: Sozialleistungen) beziehen und sollte sie stattdessen wieder die Interessen der »hart arbeitenden Menschen« in den Mittelpunkt ihrer Politik rücken? Warum diese Diskussion in vieler Hinsicht absurd ist, diskutiere ich hier.

Deutschlandfunk: Alltag von Konkurrenz geprägt

DeutschlandfunkMit Manfred Götzke habe ich darüber gesprochen, warum die beliebte Forderung nach »gesellschaftlichem Zusammenhalt«, die etwa Bundeskanzler Friedrich Merz gleich mehrfach in seiner Neujahrsansprache bemüht hat, an den Alltagserfahrungen von arbeitenden Menschen vorbeigeht, die vor allem stetig steigenden Leistungsdruck und die Verschärfung von Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und im Betrieb erleben. Am Ostermontag wurde das Gespräch unter dem Titel »Gesellschaft und Gleichheit: Ende vom Aufstiegsversprechen« im Deutschlandfunk übertragen (zu finden ist es hier); einen Tag später folgte diese Mitteilung auf der Nachrichtenseite.

DIDF: Podium und Interview

Am Freitag, den 13. März 2026, war ich zu Gast bei DIDF, der Föderation demokratischer Arbeitervereine, und habe am Vorabend des diesjährigen Bundeskongresses zusammen mit Alev Bahadir (DIDF), Jan Dieren (MdB SPD) und Rebecca Liebig (ver.di) an einer Podiumsdiskussion teilgenommen, die von Yusuf As moderiert wurde und bei der es vor allem darum ging, aktuelle politische Entwicklungen (wie den derzeit an Fahrt aufnehmenden Sozialabbau, Militarisierung und den Aufschwung rechter Kräfte) gerade auch mit Blick auf ihre Auswirkungen auf Menschen mit Migrationsgeschichte zu diskutieren. Es war ein hochinteressanter Abend in Köln – in den vielen Gesprächen habe ich eine Menge Anregungen mitgenommen. In diesem Kontext ist das Interview entstanden, das nun bei Yeni Hayat (Neues Leben) erscheinen ist. Es findet sich hier.