Sprengstoff der Klassengesellschaft

»Niemand greift den Sprengstoff der Klassengesellschaft auf«. Unter dieser Überschrift ist in der Frankfurter Rundschau ein langes Interview zu meinem neuen Buch erschienen. Herzlichen Dank an Steffen Herrmann, der in unserem Gespräch sehr viele wichtige Punkte angesprochen und daraus einen wirklich lesenswerten Überblick über die vielfältigen Themen gemacht hat, um die es in »Klassengesellschaft akut« geht. Zu finden ist der Beitrag hier.

Reportage zu Arbeit im Niedriglohnsektor

Tagesschau24Am Samstag Abend, direkt nach den Hauptnachrichten, wurde bei Tagesschau 24 der zweite Teil der Reportage »Mittelschicht in der Krise« noch einmal ausgestrahlt. Im Jahr 2022 habe ich in dieser Dokumentation mit der Filmemacherin Julia Friedrichs darüber gesprochen, welche Folgen der Ausbau des Niedriglohnsektors für die davon Betroffenen hat. Ihre Reportagen zu drei Beschäftigten (einer Postbotin, einer Integrationslehrerin und einer Verkäuferin), die versuchen, trotz allem mit Arbeit und Leben zurechtzukommen, sind immer noch sehenswert, denn leider hat sich seitdem wenig zum Besseren verändert. Zu finden sind Folge 1 und Folge 2 weiterhin bei YouTube. Für mich war es jedenfalls eine schöne Überraschung, ganz unerwartet auf diesen Beitrag zu stoßen.

Kolumne: Reform des Bürgergelds –
Weimar lässt grüßen

nd – Journalismus von linksMeine neue Kolumne im »Neuen Deutschland« ist erschienen. Darin argumentiere ich, dass der Umgang mit Arbeitslosigkeit, der in der Umwandlung von »Bürgergeld« zu »Grundsicherung« einen neuen Höhepunkt erreicht, fatal an die letzten Jahre der Weimarer Republik erinnert. Als ich Ende der 1990er Jahre meine Magisterarbeit zu diesem Thema geschrieben habe, hätte ich mir das nicht vorstellen können. Noch mehr Sündenbock-Kampagnen, die wenig zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte beitragen, aber den Druck auf Arbeitslose und potentiell arbeitslose Beschäftigte weiter verschärfen, sind schlimm genug. Doch leider haben sie auch einen politischen Preis ... Die Kolumne findet sich hier.

Dissens # 320: Rechtsruck und Klassenkampf von oben

DISSENS

Schon zum zweiten Mal war ich beim Dissens-Podcast zu Gast. Nach den »Verkannten Leistungsträger:innen« (dem Buch, das ich zusammen mit Oliver Nachtwey 2021 bei Suhrkamp herausgegeben habe) ging es dieses Mal um »Klassengesellschaft akut«. Man merkt dem Podcast an, dass Lukas Ondreka und ich eine Menge Fragen zu besprechen haben, die uns wissenschaftlich, aber gerade auch politisch interessieren: Wer ist eigentlich die arbeitende Klasse? Was verbindet abhängig Beschäftigte – was trennt sie? Was haben Erfahrungen, die Menschen in ihrem Arbeitsalltag machen, eigentlich mit dem aktuellen Rechtsruck zu tun? Und was könnten Projekte sein, die uns dabei helfen können, eine solidarische Politik der Arbeit zu entwickeln, um dem allgemeinen »Kampf aller gegen alle« entgegenzutreten, den rechte Kräfte auf die Spitze treiben? Viel Spaß beim Hören!

Interview zu Klasse und Sozialpolitik im sozialpolitikblog

Deutsches Institut für Interdisziplinäre ^SozialpolitikforschungMit Johanna Ritter vom Deutschen Institut für Sozialpolitikforschung an der Universität Bremen habe ich ein sehr interessantes Gespräch geführt. Immerhin sind Dynamiken von Klassenformierung engstens mit Fragen der politischen Regulierung von Arbeit und sozialer Sicherung verbunden. Dass das Interview nun im sozialpolitikblog nachzulesen ist, freut mich aus zwei Gründen besonders: Weil ich selbst vor fast fünfzehn Jahren ein Semester lang als Vertretung von Prof. Dr. Karin Gottschall am damaligen Zentrum für Sozialpolitik in Bremen arbeiten durfte und diese Zeit in bester Erinnerung habe – und weil ich Johanna Ritter aus ihrem Masterstudium am Fachbereich Sozialökonomie in Hamburg kenne. Auch das war eine außerordentlich prägende Zeit für mich.

Interview bei NDR Kultur und Lesung
im Literaturhaus Hannover mit Sebastian Friedrich

NDRAm 21. September habe ich in Hannover Sebastian Friedrich getroffen. Zuerst haben wir ein spannendes Gespräch über mein Buch geführt, in dem es unter anderem um die Frage ging, warum das Erstarken der politischen Rechten mit Arbeit und mit Klassenfragen zu tun hat – ein Thema, das Sebastian Friedrich in seiner journalistischen Arbeit seit langem beschäftigt. Das Gespräch wurde am Sonntag, den 26. September, bei NDR Kultur gesendet und findet sich in der NDR-Mediathek.

Am Abend fand dann eine Lesung zu »Klassengesellschaft akut« im Literaturhaus Hannover statt, die ebenfalls Sebastian Friedrich moderierte. Eine gut besuchte Veranstaltung in der Reihe »Klartext«, mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen, deren Fragen und Überlegungen offenkundig viel mit ihren eigenen Erfahrungen in Gewerkschaft, Betrieb und politischen Parteien zu tun hatten. Ein wirklich gelungener Abend – danke für die Einladung an Kathrin Dittmer und Elina Schefler!

Wenn Arbeit zum Lebenssinn wird

COSMO RadioFür Radio COSMO in Bremen habe ich mit Titus Clausen über das Thema »Workism« gesprochen. Es ging darum, warum sich viele Menschen so stark über Arbeit definieren und welche Rolle dabei Selbstverwirklichung bzw. gesellschaftlicher Druck spielen. Ich meine: Arbeiten ohne Ende ist kein Privatproblem, sondern hat viel damit zu tun, wie Arbeit und soziale Sicherung in Betrieb und Gesellschaft organisiert werden. Der Mittschnitt des Beitrags findet sich hier.

Im Gespräch mit Jens Bisky: Podcast bei Soziopolis

»Brauchen wir das Normalarbeitsverhältnis?« Das war nur eine der vielen interessanten Fragen, die mir Jens Bisky, Redakteur bei Soziopolis und Mittelweg 36, bei unserem Gespräch über mein neues Buch gestellt hat. Daraus ist nun Folge 36 der Podcast-Reihe Mittelweg 36 geworden. Soziopolis wirbt dafür mit den Worten: »Wer von Klassen redet, statt Sozialstrukturanalyse zu betreiben, bekommt eine andere Wirklichkeit in den Blick, meint Nicole Mayer-Ahuja. Dem ›Skandal der Klassengesellschaft‹ hat sie ihr neues Buch gewidmet. Jens Bisky spricht mit der Arbeitssoziologin über die Lage der arbeitenden Klasse, den Wandel der Arbeitswelt, den schlechten Ruf des Normalarbeitsverhältnisses, Solidarität und Möglichkeiten zur Veränderung.« Viel Spaß beim Hören, und zwar HIER.

Prekarität als Problem für Solidarisierung
Interview zu meinem Buch im »Freitag«

der FreitagAus einem langen und sehr intensiven Gespräch hat Sebastian Bähr ein wunderbares Interview für die Wochenzeitschrift »Der Freitag« gezimmert. Auf zwei ganzen Seiten in der Beilage Sachbuch wird die Argumentation meines Buches punktgenau zusammengefasst. Leider kommt man hier nur zu den ersten Passagen, der Rest des Textes ist vorerst hinter einer Paywall versteckt. Wer den »Freitag« abonniert hat, ist hier klar im Vorteil ...

English outline of my book »Klassengesellschaft akut«
Have a look at »Berliner Gazette«

Berliner GazetteDas Online-Journal »Berliner Gazette« hat mich gebeten, seinen Leserinnen und Lesern kurz und knapp einen Eindruck davon zu vermitteln, worum es in meinem Buch geht. Die deutsche Fassung findet sich hier. Herzlichen Dank an die Kollegen und Kolleginnen um Krystian Woznicki für die Übersetzung ins Englische!

The English version of the brief outline of my main arguments in »Klassengesellschaft akut« has been published under the title »Beyond powerlessness and a lack of alternatives. The dividing effects of wage labor and potentials for solidarity«