Interview bei NDR Kultur und Lesung
im Literaturhaus Hannover mit Sebastian Friedrich

NDRAm 21. September habe ich in Hannover Sebastian Friedrich getroffen. Zuerst haben wir ein spannendes Gespräch über mein Buch geführt, in dem es unter anderem um die Frage ging, warum das Erstarken der politischen Rechten mit Arbeit und mit Klassenfragen zu tun hat – ein Thema, das Sebastian Friedrich in seiner journalistischen Arbeit seit langem beschäftigt. Das Gespräch wurde am Sonntag, den 26. September, bei NDR Kultur gesendet und findet sich in der NDR-Mediathek.

Am Abend fand dann eine Lesung zu »Klassengesellschaft akut« im Literaturhaus Hannover statt, die ebenfalls Sebastian Friedrich moderierte. Eine gut besuchte Veranstaltung in der Reihe »Klartext«, mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen, deren Fragen und Überlegungen offenkundig viel mit ihren eigenen Erfahrungen in Gewerkschaft, Betrieb und politischen Parteien zu tun hatten. Ein wirklich gelungener Abend – danke für die Einladung an Kathrin Dittmer und Elina Schefler!

Kolumne: Migration in deutscher Tradition

Neues DeutschlandIm Oktober habe ich mich in meiner Kolumne mit dem Thema Migration beschäftigt. Auslöser war die Berichterstattung über die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Egal, welche Zeitung man aufschlug oder welchen Sender man einschaltete – immer ging es um den Missbrauch von Sozialleistungen durch migrantische Beschäftigte, denen man mit »klarer Kante« begegnen müsse. Diese Dauerschleife der Skandalisierung hat nur einen Effekt: Die Gleichung »Migration = Sozialbetrug« verhakt sich in den Köpfen. Wenn das passiert, hat die AfD gewonnen – unabhängig vom Prozentanteil. Hinzu kommt: Eine Politik, die migrantische Beschäftigte nur duldet, solange sie im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands sind, aber großen Wert darauf legt, dass die Betroffenen nicht zur Bevölkerung gehören, hat hierzulande eine unheilvolle Tradition.