English outline of my book »Klassengesellschaft akut«
Have a look at »Berliner Gazette«

Berliner GazetteDas Online-Journal »Berliner Gazette« hat mich gebeten, seinen Leserinnen und Lesern kurz und knapp einen Eindruck davon zu vermitteln, worum es in meinem Buch geht. Die deutsche Fassung findet sich hier. Herzlichen Dank an die Kollegen und Kolleginnen um Krystian Woznicki für die Übersetzung ins Englische!

The English version of the brief outline of my main arguments in »Klassengesellschaft akut« has been published under the title »Beyond powerlessness and a lack of alternatives. The dividing effects of wage labor and potentials for solidarity«

Kolumne: Migration in deutscher Tradition

Neues DeutschlandIm Oktober habe ich mich in meiner Kolumne mit dem Thema Migration beschäftigt. Auslöser war die Berichterstattung über die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Egal, welche Zeitung man aufschlug oder welchen Sender man einschaltete – immer ging es um den Missbrauch von Sozialleistungen durch migrantische Beschäftigte, denen man mit »klarer Kante« begegnen müsse. Diese Dauerschleife der Skandalisierung hat nur einen Effekt: Die Gleichung »Migration = Sozialbetrug« verhakt sich in den Köpfen. Wenn das passiert, hat die AfD gewonnen – unabhängig vom Prozentanteil. Hinzu kommt: Eine Politik, die migrantische Beschäftigte nur duldet, solange sie im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands sind, aber großen Wert darauf legt, dass die Betroffenen nicht zur Bevölkerung gehören, hat hierzulande eine unheilvolle Tradition.

10 Jahre Mindestlohn: Jubiläum als politischer Auftrag

Friedrich-Ebert-StiftungZum 1. Januar 2015 wurde endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt. Nicht alle waren davon begeistert: Unternehmerverbände prophezeiten den Verlust unzähliger Jobs, und auch in den Gewerkschaften setzte sich eher zähneknirschend die Erkenntnis durch, dass das Pochen auf Prinzipien der Tarifautonomie in Branchen, in denen es weder Betriebsräte noch Tarifverträge gibt, nicht das letzte Wort sein kann. In einer Veröffentlichung für die Friedrich-Ebert-Stiftung (in der Reihe FES-Impuls) habe ich einen genaueren Blick auf dieses Jubiläum geworfen. Es ist ein Grund zum Feiern, weil es belegt, dass Politik einen Unterschied macht. Doch welche Beschäftigtengruppen haben besonders vom gesetzlichen Mindestlohn profitiert? Welche Arbeitsrealitäten verbergen sich dahinter, dass ein »Minijob« für die Betroffenen zunehmend nur einen von mehreren Jobs darstellt? Warum hat der gesetzliche Mindestlohn weder Armut trotz Arbeit noch Armut im Alter verschwinden lassen? Auf welchen Wegen wird seine Zahlung umgangen? Und was könnte man zur Lösung all dieser Probleme tun, wenn man das Jubiläum auch als politischen Auftrag versteht? Nachzulesen sind meine Gedanken dazu hier.