Lutz Raphael zur Wühlarbeit des Marxschen Maulwurfs

Der Zeithistoriker Lutz Raphael hat in »Soziopolis« eine kritische Würdigung meines Buches veröffentlicht, über die ich mich aus verschiedenen Gründen freue. Zunächst einmal schätze ich die Arbeit von Lutz Raphael sehr, arbeite gern und oft mit seinen Texten und profitiere als Arbeitssoziologin, die aus der Geschichtswissenschaft kommt, direkt davon, dass er mit seinen Studien zu Arbeit »nach dem Boom« maßgeblich zur Annäherung von Zeitgeschichte und Soziologie beigetragen hat. Darüber hinaus freue ich mich darüber, dass in dieser Rezension nicht nur die Argumentation und Intention des Buches so treffsicher umrissen werden, sondern mir auch insgesamt Erfolge bei der »Wühlarbeit des Marxschen Maulwurfs unter der Oberfläche der deutschen Arbeitswelten« bescheinigt werden. Zu guter Letzt steigern die kritischen Anmerkungen (etwa zu den Potenzialen von Sozialstrukturanalyse, vor allem aber zu meinem »im Kern defensiven Programm sozialdemokratischer Klassenpolitik«) meine Vorfreude darauf, am 17. März 2026 im Karl-Marx-Haus in Trier endlich mal wieder persönlich mit Lutz Raphael zu diskutieren. Mit dem Kollegen lässt sich nämlich auch wunderbar streiten! Die Rezension findet sich hier.