Neues rund um den Tag der Arbeit
Der 1. Mai ist in jedem Jahr Anlass, um über Veränderungen der Arbeitswelt insgesamt und über aktuelle Konflikte zu diskutieren, die sich daraus ergeben. Dieses Mal habe ich am Vortag gleich an zwei Radiosendungen dazu teilgenommen: Im Hessischen Rundfunk ging es in der Sendung »Der Tag« um die Frage: »Wie können und wollen wir arbeiten?« Nachzuhören ist mein Beitrag gegen Ende der Sendung, und zwar hier.
Bei WDR 5 habe ich zusammen mit Michael Imhof eine knappe Stunde lang mit Hörerinnen und Hörern darüber gesprochen, welche Bedeutung Arbeit und der 1. Mai als Tag der Arbeit für sie haben – und was das mit größeren Veränderungstendenzen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu tun hat. Es kamen ganz unterschiedliche Perspektiven zu Wort, und teilweise wurde es durchaus kontrovers. Die ganze Sendung findet sich hier.
Meine Mairede, die ich in diesem Jahr in Weinheim an der Bergstrasse gehalten habe, wird demnächst im »Express« veröffentlicht. Die vielen Gespräche im Anschluss, vor allem mit Beschäftigten und Betriebsratsmitgliedern von Freudenberg und Nora Systems, waren für mich ungeheuer aufschlussreich – danke dafür!

Es freut mich sehr, dass das Interesse an »Klassengesellschaft akut« weiterhin nicht abreißt! In den letzten Wochen sind gleich drei neue Rezensionen erscheinen. In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« erschien am 31. März eine Rezension von Lukas Fuhr unter dem Titel »Wo ist die selbstbewusste Arbeiterklasse? Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja erklärt, warum Beschäftigte sich nicht miteinander solidarisieren«. Das ist zwar nur ein Teil meines Arguments (der andere bezieht sich darauf, warum und wie das doch gelingen kann) – aber immerhin! Leider ist der kurze Text hinter einer Bezahlschranke verborgen –
In der Zeitschrift »Sozialismus« (Ausgabe 3/2026) hat Hasko Hüning eine schöne Rezension geschrieben (»Emanzipative Erneuerung der Lohnarbeit. Anforderungen an den gesellschaftlichen Transformationsprozess«; leider nicht online verfügbar).
Am Freitag, den 13. März 2026, war ich zu Gast bei DIDF, der Föderation demokratischer Arbeitervereine, und habe am Vorabend des diesjährigen Bundeskongresses zusammen mit
Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat die SPD sehr schlecht abgeschnitten – im ersten Fall kam sie in bedenkliche Nähe zur Fünf-Prozent-Hürde, im zweiten verlor sie nach 35 Jahren das Ministerpräsidentenamt. Nun entwickelt sich eine in Teilen irre Diskussion: Die SPD müsse endlich ernsthaft die geplanten »Sozialreformen« anpacken und dürfe nicht länger als Vertretung derer gelten, die Sozialleistungen beziehen ... Wer wäre seit den Hartz-Reformen je auf die Idee gekommen, dass sie letzteres sein könnte – und könnten die Beiträge dieser Partei zum Abbau der Absicherung von Lohnarbeit etwas mit ihrem Niedergang zu tun haben?! Gestern Abend habe ich mit Isabel Reifenrath darüber gesprochen, ob die SPD eigentlich (noch) die Interessen arbeitender Menschen vertritt. Gesendet wurde die Dokumentation, in der verschiedene Perspektiven zu Wort kommen, in der Sendung »Der Tag« am 23. März bei HR Info, HR 2 und SWR. Nachzuhören ist sie 