Neue Rezension auf den Nachdenkseiten

Vor kurzem ist auf den Nachdenkseiten eine sehr lesenswerte Rezension von Benjamin-Immanuel Hoff zu meinem Buch erschienen. Wieder eine neue Perspektive − dieses Mal von einem Kollegen, der als ehemaliger Politiker in der Thüringer Landespolitik und als aktueller Mitarbeiter in der Grundsatzabteilung der IG Metall an einer wichtigen Schnittstelle arbeitet. Es freut mich sehr, dass er »Klassengesellschaft akut« als nützlichen Beitrag zu den Diskussionen und Auseinandersetzungen wahrnimmt, die derzeit geführt werden müssen. Die Rezension findet sich hier.

ND-Kolumne zum Rentenpaket

Neues DeutschlandIn meiner neuen Kolumne geht es diesmal um die Konflikte um das Rentenpaket, das die schwarz-rote Bundesregierung gerade auf den Weg gebracht hat. Die Medien haben vor allem über die Meuterei der jungen Herrschaften in der CDU/CSU-Fraktion berichtet. Dabei geht es um nicht weniger als um die Alterssicherung arbeitender Menschen. Warum ich denke, dass gerade die Rente zu einem Paradebeispiel für neoliberale Zerstörungspolitik geworden ist, ist hier nachzulesen.

ND-Podcast: Klassentreffen mit Olivier David

nd – Journalismus von linksWeil wir keinen anderen Termin gefunden haben und Olivier David die Aufnahme am liebsten Face-to-Face machen wollte, haben wir uns an einem Sonntag Morgen in Göttingen getroffen. Ich hatte die Schlüssel zu meinem Büro vergessen, die Technik hat erst einmal gestreikt — aber nachdem diese Hürden (auch dank des Kollegen, der als Hausmeister Wochenddienst hatte) überwunden waren, haben wir ein langes und (wie ich hoffe) hörenswertes Gespräch über die »Arbeiterklasse zwischen Spaltung und Solidarität« geführt. Es ist nun als neue Folge im Podcast des »Neuen Deutschland« erscheinen, den Olivier unter dem einschlägigen Titel »Klassentreffen« betreibt. Viel Spaß beim Hören!

Eröffnungsvortrag bei der Themenwoche Bildung digital der IG Metall

Am 26. November 2025 habe ich den Eröffnungsvortrag bei der »Themenwoche Bildung digital« der IG Metall gehalten. Selbstverständlich fand auch dieser Vortrag online statt — er wurde gefolgt von einer ausgesprochen lebhaften Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen aus gewerkschaftlichen Bildungszentren, aber auch aus verschiedenen Gliederungen der IG Metall quer durch das Bundesgebiet und vielen Interessierten aus den Betrieben. Herzlichen Dank an Sabine Künzel aus dem Fachbereich Gewerkschaftliche Bildungsarbeit beim IG Metall Vorstand für die Gelegenheit, in diesem Kreis darüber zu sprechen, wie sich die Klassengesellschaft aktuell entwickelt und wo Ansatzpunkte für eine solidarische Politik der Arbeit liegen könnten. Ich freue mich darauf, diese Diskussion mit Euch fortzusetzen! Die Aufzeichnung des Vortrags findet sich bei YouTube, und zwar hier.

Interview in den Wirtschaftsnachrichten

Deutsche Wirtschafts-NachrichtenVor einiger Zeit habe ich mit Moritz Enders ein sehr interessantes Gespräch darüber geführt, »warum Demokratie ohne soziale Gleichheit zerbricht«. Nun ist es in den »Wirtschaftsnachrichten« erschienen. Das freut mich sehr und ich hoffe, dass solche Beiträge die Diskussion darüber verbreitern helfen, welche Probleme sich derzeit in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stellen und warum die Klassengesellschaft, in der wir heute leben, nicht das letzte Wort sein kann. Das Interview findet sich hier.

Zwei neue Rezensionen sind erschienen

ExpressIch freue mich sehr darüber, dass mein Buch »Klassengesellschaft akut« so große Resonanz findet! Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von ausgezeichneten Rezensionen, unter anderem in der Süddeutschen Zeitung oder im Neuen Deutschland. In diesen Tagen sind zwei weitere, sehr lesenswerte Texte hinzugekommen: Lucas Rudolph hat das Buch für den »Express. Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik« besprochen. Für mich, die ich immer versucht habe, mich der Zuordnung zu politischen Schubladen zu verweigern, ist es eine Freude zu lesen, dass mein Text seiner Meinung nach eigentlich operaistisch, aber irgendwie doch auch sozialdemokratisch ist ...

Z – Zeitschrift Marxistische ErneuerungJohn Lütten skizziert in der aktuellen Ausgabe 144 der »Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung« sehr umsichtig die Argumentation meines Buches. Diese Würdigung freut mich umso mehr, als er gerade selbst eine außerordentlich lesenswerte Monographie vorgelegt hat, in der er der Frage nachgeht: »Wer sind die Arbeiter?« Ich hoffe, dass sie bald veröffentlicht wird und wir gemeinsam mit möglichst vielen anderen über Dynamiken von Klassenformierung diskutieren können. Auch John Lütten meint, meine Vorschläge unter der Überschrift »Was tun?« sollten »revolutionärer« ausfallen. Wenn sie dazu beitragen, die Diskussion über Alternativen zum Status Quo anzuregen, ist aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt getan!

Sprengstoff der Klassengesellschaft

»Niemand greift den Sprengstoff der Klassengesellschaft auf«. Unter dieser Überschrift ist in der Frankfurter Rundschau ein langes Interview zu meinem neuen Buch erschienen. Herzlichen Dank an Steffen Herrmann, der in unserem Gespräch sehr viele wichtige Punkte angesprochen und daraus einen wirklich lesenswerten Überblick über die vielfältigen Themen gemacht hat, um die es in »Klassengesellschaft akut« geht. Zu finden ist der Beitrag hier.

Reportage zu Arbeit im Niedriglohnsektor

Tagesschau24Am Samstag Abend, direkt nach den Hauptnachrichten, wurde bei Tagesschau 24 der zweite Teil der Reportage »Mittelschicht in der Krise« noch einmal ausgestrahlt. Im Jahr 2022 habe ich in dieser Dokumentation mit der Filmemacherin Julia Friedrichs darüber gesprochen, welche Folgen der Ausbau des Niedriglohnsektors für die davon Betroffenen hat. Ihre Reportagen zu drei Beschäftigten (einer Postbotin, einer Integrationslehrerin und einer Verkäuferin), die versuchen, trotz allem mit Arbeit und Leben zurechtzukommen, sind immer noch sehenswert, denn leider hat sich seitdem wenig zum Besseren verändert. Zu finden sind Folge 1 und Folge 2 weiterhin bei YouTube. Für mich war es jedenfalls eine schöne Überraschung, ganz unerwartet auf diesen Beitrag zu stoßen.

Kolumne: Reform des Bürgergelds –
Weimar lässt grüßen

nd – Journalismus von linksMeine neue Kolumne im »Neuen Deutschland« ist erschienen. Darin argumentiere ich, dass der Umgang mit Arbeitslosigkeit, der in der Umwandlung von »Bürgergeld« zu »Grundsicherung« einen neuen Höhepunkt erreicht, fatal an die letzten Jahre der Weimarer Republik erinnert. Als ich Ende der 1990er Jahre meine Magisterarbeit zu diesem Thema geschrieben habe, hätte ich mir das nicht vorstellen können. Noch mehr Sündenbock-Kampagnen, die wenig zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte beitragen, aber den Druck auf Arbeitslose und potentiell arbeitslose Beschäftigte weiter verschärfen, sind schlimm genug. Doch leider haben sie auch einen politischen Preis ... Die Kolumne findet sich hier.

Dissens # 320: Rechtsruck und Klassenkampf von oben

DISSENS

Schon zum zweiten Mal war ich beim Dissens-Podcast zu Gast. Nach den »Verkannten Leistungsträger:innen« (dem Buch, das ich zusammen mit Oliver Nachtwey 2021 bei Suhrkamp herausgegeben habe) ging es dieses Mal um »Klassengesellschaft akut«. Man merkt dem Podcast an, dass Lukas Ondreka und ich eine Menge Fragen zu besprechen haben, die uns wissenschaftlich, aber gerade auch politisch interessieren: Wer ist eigentlich die arbeitende Klasse? Was verbindet abhängig Beschäftigte – was trennt sie? Was haben Erfahrungen, die Menschen in ihrem Arbeitsalltag machen, eigentlich mit dem aktuellen Rechtsruck zu tun? Und was könnten Projekte sein, die uns dabei helfen können, eine solidarische Politik der Arbeit zu entwickeln, um dem allgemeinen »Kampf aller gegen alle« entgegenzutreten, den rechte Kräfte auf die Spitze treiben? Viel Spaß beim Hören!